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Call for Papers

Interessierte, die einen Vortrag in einem Workshop (1 bis 10) halten wollen, schicken
einen Abstract von ungefähr 1500 Zeichen an oder
, die für Rückfragen zur Verfügung stehen. Die Vorträge sollen eine Dauer von 20 Minuten nicht überschreiten; Beiträge aus Forschung und Praxis sind willkommen. Eine spätere Publikation ausgewählter Vorträge in einem Sammelband wird angestrebt. Interessierte für die Workshops 11 und 12 werden gebeten, bei oder anzugeben, ob sie einen eigenen Input zum Thema vorstellen möchten oder welche Fragen sie zu diskutieren vorschlagen.
Eingabefrist: 31. März 2017

 


Call for Papers

Workshops 4. Internationale Tagung «Soziale Arbeit und Stadtentwicklung»

22. bis 23. Juni 2017 in Basel zum Thema «Stadt in Bewegung. Soziale Arbeit und
die Bedingungen von Ungewissheit und Mehrdeutigkeit»

Die angebotenen Workshops bieten einen Rahmen, um sich in einer inter- und transdisziplinären Zusammensetzung vertieft mit unterschiedlichen Fragestellungen und
Themen im Dialog von Wissenschaft und Praxis auseinanderzusetzen. Für die Workshops
1 bis 10 können Papers eingereicht werden (Details siehe am Schluss der Beschreibungen). Workshop 11 und 12 sind als Erfahrungsaustausch mit den Moderatorinnen und Moderatoren geplant.

Beschreibung der einzelnen Workshops

Workshop 1
Degrowth- und Décroissance-Bewegungen in der Postwachstumsgesellschaft: eine Stadt jenseits des Wachstumsparadigmas?
Die Stadt und ihre Quartiere nicht mehr aus der Perspektive des Wachstumsparadigmas zu verstehen, sondern Lösungen für stagnierende Gebiete mit Wachstumsrücknahme zu finden, ist in den Städten Europas, die von Schrumpfungsprozessen stark betroffen sind, bereits Realität und für Kommunen eine grosse Herausforderung. Um die Spirale aus Leerstand, wegfallenden sozialen und ökonomischen Infrastrukturen für die verbleibende Bevölkerung zu durchbrechen, gewinnen nicht am Profit, sondern ausschliesslich am Gemeinwohl orientierte lokale Ökonomien grosse Bedeutung. Initiiert durch aktuell entstehende Degrowth- und Décroissance- Bewegungen stehen Subsistenz, Suffizienz und eine neue Form des Konvivialismus, des guten Zusammenlebens für alle Menschen jenseits von Effizienz- und Beschleunigungsdenken im Zentrum. Welche Modelle lokaler Ökonomien gibt es auf der Ebene der Quartiersentwicklung? Welche europäischen Erfahrungen, Projekte und Modelle liegen vor? Was können Verwaltung und Quartierinstitutionen von laufenden Projekten lernen?
Moderation: Hans-Georg Heimann
Kontaktstelle für Arbeitslose, Basel

Workshop 2
Verletzbarkeit als Konzept in einer mehrdeutigen Stadt: zum Stand der Obdachlosenforschung

Gemäss European Federation of National Organisations Working with the Homeless (FEANTSA) gelten als Obdachlose Menschen, die ohne eine Unterkunft sind,  die sich in Verschlägen, Parks oder unter Brücken usw. aufhalten. Obdachlos sind gemäss FEANTSA aber auch Menschen in Notunterkünften, die keinen festen Wohnsitz haben und in Wärmestuben, Notschlafstellen oder anderen niederschwelligen Einrichtungen übernachten. Was den Umfang von Obdachlosigkeit angeht, so wird für die Schweiz auf Zahlen von Hilfswerken und NGOs abgestellt. In anderen europäischen Städten ist die Datenlage genauer und auch das Wissen um Obdachlose als eine typische Verknüpfung der Bedarfe Wohnen und Einkommen ist grösser. In Basel hat sich ein Forschungsteam um den Workshopmoderatoren gebildet, das das Thema Obdachlosigkeit in städtischen Kontexten unter dem analytischen Konzept der Verwundbarkeit erforscht. Diese Forschung steht im Zusammenhang mit dem EU-Programm «Measuring Homelessness in Europe». Der Workshop will Forschenden und Praxispersonen, die am Thema Obdachlosigkeit arbeiten, Gelegenheit geben, ihre Arbeiten und Konzepte vorzustellen.
Moderation: Prof. Dr. Jörg Dittmann,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel
und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Workshop 3
Die Pluralität städtischer Lebenswelten und Interessen: Herausforderung für Planung und Steuerung (halb-)öffntlicher Räume
Lebenswelten und die damit verbundenen zeitlichen und räumlichen Bewegungsmuster von Menschen, die in der Stadt leben, sind sehr vielfältig. Auch wenn sie sich zum Teil erheblich voneinander unterscheiden, gibt es doch auch immer Punkte, an denen sie sich treffen. An diesen Orten stellt sich dann die Frage nach den Möglichkeiten der Aneignung und Nutzung, den Regelungen und Steuerungen. Die Stadt aus der Sicht der Lebenswelt zu thematisieren bedeutet, spezifische Sichtweisen und Interessen einzubeziehen und diese vor dem Hintergrund unterschiedlicher Ressourcenausstattung zu problematisieren. Zum Beispiel aus dem Blick von Kindern, Jugendlichen, Migrantinnen und Migranten, älteren Menschen oder jungen Frauen.
Der Workshop beschäftigt sich mit den Fragen, wie Lebenswelten und einzelne Gruppen bei der Stadtentwicklung berücksichtigt werden (können) bzw. wie sie übersehen werden. Erwartet werden auch Beiträge, die danach fragen, welche Ansätze und projektspezifischen Erfahrungen es aus der Sozialen Arbeit gibt, auf Prozesse im Sinne einer lebensweltorientierten Quartiers- und Stadtentwicklung Einfluss zu nehmen.
Moderation: Stephanie Weiss, M.A.,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS,
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Workshop 4
Familiengarten, Flüchtlingsgarten, Guerilla Gardening und Urban Agriculture: Wie städtisches Gärtnern auf Bewegungen der Stadt reagiert
Städtisches Gärtnern hat als Bestandteil der städtischen Grün- und Freiräume an Bedeutung gewonnen. Die Debatten sind durch vorherrschende Stadtideale – die verdichtete Stadt, die nachhaltige Stadt, die Stadt als öffentliches Gut und die partizipative Stadt – geprägt, die jeweils auch ihre Implikationen für das städtische Gärtnern haben. Aus der Planungspraxis lassen sich drei Trends herauskristallisieren: Die Aufhebung und Substituierung von Gartenarealen, die Sicherung und Aufwertung von Gartenarealen sowie die Förderung neuer Gartenformen. Ökonomische, ökologische und soziale Ziele der Stadtentwicklung bestimmen dabei, wo und in welcher Ausdehnung urbanes Gärtnern geduldet bzw. gefördert wird. Der Workshop möchte Beiträge anregen, die sich an der Schnittstelle von unterschiedlichen Ansprüchen an städtische Grün- und Freiräume am Beispiel von urbanem Gärtnern aufhalten. Themen wie die Bedürfnisse der Stadtbevölkerung an die Nutzung städtischem Grüns, die Einflüsse von Entwicklungsparadigmen (z.B. Verdichtung) auf Grünräume oder ganz grundsätzlich die politischen Debatten über die Transformation von Familiengartenarealen sind dabei ebenso interessant wie die Frage, welche Bedeutung dem urbanen Gärtnern für eine Soziale Arbeit zukommen kann.
Moderation: Cecilia Speranza, M.A.,und
Simone Tappert, M.Sc.,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Workshop 5
Die Stadt als das Dazwischen: Fluchtort Stadt

Geflüchtete sind Menschen, die ihren Wohnort unfreiwillig verlassen, um an einem andern Ort Schutz zu suchen. Geflüchtete Menschen sehen sich nach dem zumeist (lebens-) gefährlichen Fluchtweg einer neuen, nicht planbaren, nicht vorhersehbaren und temporären Lebenssituation in Städten und Gemeinden gegenüber. Das unmittelbare Wohnumfeld und weitere Quartiere der Stadt bekommen eine wichtige Bedeutung, wenn es um Möglichkeiten des Austauschs über die Fluchterfahrungen, deren Verarbeitung und um Aneignungsmöglichkeiten von Orten geht. Die Aufnahmeländer reagieren mit vorläufiger Schutzgewährung, gleichzeitig werden durch migrations- und asylpolitische Debatten und Entscheide aber auch Vorbehalte und Stereotypen verbreitet.
Der Workshop möchte beide Perspektiven, die der Geflüchteten und die der Bedeutung der Stadt für Geflüchtete in den Fokus stellen: Welchen Beitrag können die Stadtgesellschaft und Quartierorganisationen zur Verortung leisten? Welche Orte und Strukturen schaffen Vertrautheit und lassen Begegnungs-, Austausch- und Aneignungsmöglichkeiten zu? Inwiefern spielt der konkrete Stadtraum für Projekte mit Geflüchteten aus der Sicht von Institutionen, Organisationen und Freiwilligenprojekten eine Rolle?
Moderation: Nadine Käser, M.A.
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Roberto Lopez, M.A., Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

Workshop 6
Die Stadt in Bewegung aus der Perspektive des Quartiers: Neue Herausforderungen für die Quartier- und Gemeinwesenarbeit
Stadtteilbüros, Quartierskoordination und -management, aber auch traditionelle Quartiersvereine sowie neue quartiersbezogene Initiativen, die einen gesellschaftlichen Wandel auf Ebene Quartier initiieren wollen (z.B. Transition Town, Neustart Schweiz), sehen sich mit einer sehr komplexen und zugleich ungewissen Situation konfrontiert: Viele Akteure wollen einen Wandel, aber wohin und wie, darüber gibt es keinen Konsens; andere wiederum haben genug oder Angst vor Veränderungen und wollen, dass das Quartier so bleibt, dass sein typischer Charakter, seine Struktur erhalten bleiben.
Der Workshop sucht nach möglichen Antworten aus der Sicht der (Forschung zur) Quartier- und Gemeinwesenarbeit. Welche Themen, Konflikte und sich widersprechende Interessen dominieren aktuell die Quartiersentwicklung im Hinblick auf Veränderungsprozesse? Welche Haltung nehmen Professionelle aus der Quartier- und Gemeinwesenarbeit ein, wenn die Interessen der Bewohner- und Zielgruppen in einem Quartier sehr unterschiedlich oder sogar nicht vereinbar sind? Welche professionellen und fachlich gestützten Lösungsansätze gibt es in dieser auf den ersten Blick paradox erscheinenden Konstellation? Wie können durch Empowerment und prototypische Projekte breit abgestützte Paradigmenwechsel initiiert werden?
Moderation: Jutta Guhl, lic. phil.
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Workshop 7
Social Media und die Stadt: Unterwegs zu mehr Gestaltungsmoglichkeiten durch e-participation?

Soziale Medien und elektronische Tools stellen mittlerweile nicht nur Plattformen und Kommunikationsmedien dar, in denen sich Stadtbewohnerinnen und -bewohner austauschen, sondern sie gewinnen zunehmend auch als partizipative Instrumente in der Stadtentwicklung an Bedeutung. Beispielsweise bieten Crowdfunding-Plattformen eine Moglichkeit fur Private, Projekte in Stadt und Quartier gemeinsam zu gestalten und zu nanzieren. Im Grunde handelt es sich oft um Versuche, die demokratische «Ordnung» einer Gemeinde neu zu sortieren. Doch welche Erfahrungen liegen darüber vor? Welche Instrumente sind wozu einsetzbar? Und welche Erwartungen haben die verschiedenen Akteure an die Tools und ihren Einsatz?
Der Workshop ruft zu Beiträgen auf, die unterschiedliche Beispiele von e-Partizipationsprojekten vorstellen und nach ihren Interessen an der Stadtentwicklung fragen. Es sollen Berichte vorgestellt werden, die aufzeigen, wie e-Partizipationsprojekte zu welchen Formaten von Beteiligung führen, wer daran partizipiert und wie gross die reale Einfussnahme auf Stadtpolitik, Verwaltung und Stadtentwicklungsprozesse ist.
Moderation: Tanja Kloti, M.A.
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule fur Soziale Arbeit FHNW

Workshop 8
(Zwischen-)Nutzungen in öffentlichen Stadträumen: Gemeinwohlorientierte Alternative zur Langfristplanung?

Zwischennutzungen, temporäre soziokulturelle Animationsprojekte oder künstlerische Projekte in öffentlichen Stadträumen stellen wichtige Möglichkeitsräume dar, um die Stadt aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen, um neue Nutzungsformen auszuprobieren, sie allenfalls dauerhaft zu übernehmen oder um für eine bestimmte Zeit das städtische Setting zu durchbrechen und Kritik und Ambivalenzen sichtbar zu machen. Der Gemeinwohlcharakter solcher Projekte kennzeichnet sich dadurch, dass die Anbieter auf einen ökonomischen Mehrwert zugunsten der sozialen Entwicklung der Gemeinde verzichten. Die Nutzenden wiederum wissen, dass sie ihre Aktivitäten immer auch in Bezug zur gesamten Bevölkerung der Gemeinde (und evtl. darüber hinaus) konzipieren. Der Workshop ruft zu Arbeiten auf, die Projekte aus Städten und Gemeinden vorstellen, die einen gemeinwohlorientierten und partizipativen Charakter haben, im öffentlichen Stadtraum stattfinden und sich im weiteren Sinne mit dem Thema «Stadt in Bewegung» beschäftigen. An den Schnittstellen von Stadtentwicklung, Sozialer Arbeit, Kunst und Gestaltungsformen soll diskutiert werden, welchen Beitrag kreative und partizipative (Zwischen-)Nutzungen für die Quartiersentwicklung, für die Bewohnerschaft und für den Einsatz in der Quartiersarbeit leisten können.
Moderation: Barbara Schürch, lic. phil.
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Dr. Florentina Hausknotz
Institut für Philosophie Universität Wien

Workshop 9
Die Stadt, die älteren Menschen und die Stereotype über das Alter

Obschon bekannt ist, dass auch unter älteren Menschen eine grosse Vielfalt bezüglich Lebenslagen und Lebensstilen besteht, werden städtische Entwicklungsvorhaben noch immer unter der Annahme des einen «Alterns» realisiert. Entsprechend werden einerseits die Bedürfnisse und andererseits die Möglichkeiten und Ressourcen für das Leben in der Stadt der älteren Menschen auf der Grundlage von Bildern bzw. Stereotypen über das Alter entworfen und umgesetzt. In diesem Zusammenhang wird die Erwartung älterer Menschen, möglichst lange im gewohnten Umfeld leben zu können, zu einer Aufgabe, über die Bilder einer altersgerechten gebauten Umwelt zu reflektieren.
Am Workshop sollen Beispiele sowie theoretische Überlegungen dargelegt werden, die zeigen, wie die Stadt von älteren und alten Menschen wahrgenommen und erlebt wird und mit welchen Altersbildern Stadt geplant und entwickelt wird. Der Workshop steht im Zusammenhang mit dem EU-Projekt der Moderatoren zum Thema «Connecting elderly people to urban life. Towards a better understanding of ageing in place by rethinking stereotypes».
Moderation: Prof. Carlo Fabian, Timo Huber, B.Sc. und Sandra Janett, M.A.
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Workshop 10
«Neue» oder «postmoderne» Nachbarschaften: idealisierte Gegenwelten
und Relokalisierung von Gemeinschaft?

Postmoderne ist das Paradigma unserer Zeit und versteht sich als Motivation, Bestehendes infrage zu stellen, aufzubrechen oder zumindest zu irritieren. Wo diese Reden keine leeren Worthülsen bleiben, wird der Glaube an die Allparteilichkeit von Stadtentwicklungspolitik aufgegeben und in der Konsequenz tritt dem konsensualen Entwicklungsverständnis eine Bereitschaft zur Offenlegung und Aushandlung von konfliktären Zielen zur Seite. Wenn die Postmoderne also danach fragt, wie sich in einer Welt, in der der Individualität eine grosse Bedeutung zukommt, solidarische Stadtgesellschaften entwickeln können, dann ist damit die Frage gestellt, welches Konzept von Stadt stark genug ist, Unsicherheiten und Ungewissheiten und die damit einhergehenden Ambivalenzen dynamisch, transparent und gerecht auszuhandeln.
Wie formieren sich Nachbarschaftsbeziehungen neu (z.B. durch gemeinsame lokale Projekte, Feste, Aktionen), wie werden soziale Nachbarschaften von professioneller Seite geplant bzw. begleitet (z.B. in Form von Siedlungsmanagement) oder wie stellen sich lokale Quartiervertreterinnen und -vertreter (z.B. aus der Stadt- und Quartierentwicklung, der Gemeinwesenarbeit, von Stiftungen) sowie Initiantinnen und Initianten neuer Nachbarschaftsprojekte (post) moderne Nachbarschaften vor?
Moderation: Dr. Patrick Oehler,
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Workshop 11
Städtebauliche Wettbewerbe als Höhepunkte der Ungewissheit und die Rolle der Sozialen Arbeit
Fachpersonen der Sozialen Arbeit beteiligen sich seit einiger Zeit an Aufgaben im Bereich der Siedlungs- und Stadtplanung. Dazu gehören auch die Tätigkeiten als Expertinnen und Experten für soziale Nachhaltigkeit im Rahmen von Vorprüfungen bei städtebaulichen Wettbewerben, als Jurymitglieder oder als Mitglieder in Architekturteams mit der Fachaufgabe Sozialplanung. Der Workshop möchte Gelegenheit geben, sich über diesbezügliche Erfahrungen auszutauschen und die Frage nach einer «sozialarbeiterischen Position und Zielsetzung» in solchen Verfahren zu stellen. Eigene Teilnahmen an entsprechenden Projekten vonseiten der Teilnehmenden vorzustellen sind erwünscht.
Input und Moderation: Dr. Isabel Marty
Fachstelle Sozialplanung Stadt Bern
Prof. Dr. Matthias Drilling
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Workshop 12
Radikalisierung als Orientierungsangebot?

In den letzten Jahren hat sich die islamistische
Organisationslandschaft in der Bundesrepublik erheblich ausdifferenziert. Das betrifft vor allem das legalistische Spektrum, in dem zwar keine Gewalt propagiert wird, jedoch die ideologischen Grundlagen gelegt werden. Hayat (Türkisch und Arabisch für «Leben») ist eine von der Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH gegründete, deutschlandweit arbeitende Beratungsstelle für Personen und Angehörige von Personen, die sich salafisstisch radikalisieren oder sich dem militanten Jihadismus anschliessen und gegebenenfalls in Konfliktregionen ausreisen. Die Initiative hat Methoden und Ansätze entwickelt, um Eltern, Familien und Freunde von radikalisierten Personen zu beraten und mit ihnen zusammenzuarbeiten, um gegebenenfalls den Radikalisierungsprozess des Angehörigen zu verhindern, zu verlangsamen oder umzukehren. Der Workshop gibt Gelegenheit, mit Claudia Dantschke, die die «Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus» leitet, methodische und konzeptionelle Erfahrungen
auszutauschen.
Input und Moderation: Claudia Dantschke,
ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur
gGmbH Berlin und Beratungsstelle
HAYAT-DEUTSCHLAND

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